DOTM Feature #09 | Playmobeat - ...irgendwann kann man nicht mehr zurück.

Zum Interview mit Playmobeat verlosen wir 3 Paar "Playmobeat STEREO-STICKS". Sendet uns dazu einfach eine E-Mail an info@drummerofthemonth.com - Stichwort "Stereo-Sticks". Viel Glück!

"Hallo, hier ist Andi Bühler von Playmobeat", meldete sich 2010 ein netter Herr am Telefon. Er hatte die formidable Idee, die Groove-Truppe aus Berlin an die pro-Drum Schlagzeugschule zu bringen, mit Workshop und Konzert.... prompt wurde die Sache angeleiert. Der Laden war komplett ausverkauft  und schon vom ersten Schlag an klappten 200 Unterkiefer nach unten und 400 Pupillen weiteten sich...

Noch bis heute deuten Schüler auf das Playmobeat-Plakat und nicken anerkennend - stolz darauf, ein Teil des Playmobeat-Events gewesen zu sein. Diese drei Jungs haben mächtig Groove und Eindruck hinterlassen... Doch wie kam es überhaupt zu Playmobeat, was treiben diese drei Überzeugungstäter den ganzen Tag und vor allem: Was essen sie am liebsten und welche Riechtipps haben sie auf Lager? Lest einfach selbst.... 



Name: Chris Heiny
Jahrgang: 1971
Lebt in: Berlin
Aus: Siensbach im Schwarzwald 
Freizeit: Baby füttern
Favourite Food: Spätzle, Schwarzwälder Kirschtorte
Favourite Movie: Otto der Film, District 9, Indianer Jones, Zurück in die Zukunft, Star Wars, Bud Spencer und Terence Hill 
Favourite Book: Per Anhalter durch die Galaxis, Fleisch ist mein Gemüse
Favourite Drum-Book: Advanced Concepts von Kim Plainfield 
Bestes Live-Konzert: Temper Trap 
Favourite Musik-DVD: Pink Floyd, Celebration Day von Led Zeppelin
Erstes Drumkit: Tama Swingstar
Aktueller Hörtipp: Seeed
Aktueller Riechtipp: Babygeruch
Grip: Match Grip
Fußball: hab ich als Kind sehr gerne gespielt.
Motto: Step by Step! 

Name: David Pätsch
Jahrgang: 1970 (Alter 42 Jahre, fortlaufend)
Lebt in: Berlin-Neukölln
Aus: Berlin-Neukölln (Ja, ich kann auch berlinern.)
Favourite Food: Wechselt imma von Tach zu Tach, wa. Im Ogenblick isset Curry mit Pommes-Majo. 
Freizeit: Sport, Essen
Favourite Movie: Unterschiedlich je nach Lebensphase, wenn wir mit Playmobeat unterwegs sind ist "Otto der Film" mit dabei.
Favourite Book: John Irving - Eine Mittelgewichts-Ehe
Favourite Drum-Book: Stick Control 
Bestes Live-Konzert: Immer das nächste. 
Favorite Musik-DVD: Ich habe bisher zuwenig davon gesehen um mir ein Urteil zu bilden. 
Erstes Drumkit: Pearl mit Paiste-Rude Becken
Aktueller Hörtipp: Katzenschnurren
Aktueller Riechtipp: frischer Kaffee
Grip: Match Grip
Fußball: spiele ich gerne.
Motto: Man lärmt nie aus!

Name: Andi Bühler
Jahrgang: 1978
Lebt in: Berlin
Aus: Kollnau im Schwarzwald 
Freizeit: ungesund leben und Telefonstreiche
Favourite Food: Lasagne
Favourite Movie: Jetzt gerade "Darjeeling Limited". Herr der Ringe und Star Wars könnte ich ohnehin immer anschauen. 
Favourite Book: Zuletzt begeistert gelesen habe ich "Shadowmarch". 
Favourite Drum-Book: Syncopation 
Bestes Live-Konzert: Stanton Moore Trio 
Favorite Musik-DVD: The Last Waltz
Erstes Drumkit: Premier-Set mit blauem Samt überzogen
Aktueller Hörtipp: The Band
Aktueller Riechtipp: Red Breast Single Malt Whisky
Grip: Match Grip/Traditional Grip (je nach Laune)
Fußball: kann ich wirklich nicht.
Motto: Mitdenken ist für alle da. 



Seit wann trommelt ihr und wie seid ihr zum Schlagzeug gekommen? Zusammengenommen haben wir vor 85 Jahren mit der Trommlerei begonnen. Das bedeutet immerhin, wenn man sich mal unser Alter anschaut, dass wir 33 Jahre nichts mit Schlagzeug zu tun hatten. Man könnte jetzt nach den Parallelen zu Jesus suchen, aber das ginge vermutlich zu weit. Wir sind alle drei durch die Musik zum Schlagzeug gekommen. Wir haben Unterricht genommen, studiert, viel geübt und unterrichten auch selbst. Irgendwann merkt man, dass man nicht mehr zurück kann. Da muss man sich dann echt zusammenreißen und sein Schicksal akzeptieren: Ja, wir sind Schlagzeuger. Und so wird es immer bleiben.



Ihr habt Musik studiert, oder? Ja, wir haben schon einige tolle Einrichtungen abgeklappert: die Swiss-Jazz-School (Bern), die Hochschule für Musik Hanns-Eisler (Berlin), das Drummers Collective (New York)... Außerdem hat jeder von uns viele Workshops und Kurse besucht, die sich um die Trommlerei und das Schlagzeugspiel drehen. Aber im Kern haben wir alle unser Instrument nochmal völlig neu kennengelernt, seit wir zusammen spielen. Playmobeat ist ein unablässiger Lernprozess und wir sind an dieser Aufgabe auch musikalisch ein gutes Stück gewachsen. 

Was hat Euch eure Ausbildung gebracht? Wir haben uns alle drei sehr intensiv mit dem Instrument auseinandergesetzt und tun das noch immer. Ein Studium ist ein bisschen wie ein Dauerworkshop. Es gibt einem die Möglichkeit, sich über lange Zeit mit seinen Lieblingsthemen auseinanderzusetzen und alle, selbst die Verwandten bei der Versicherung, finden das ok. Außerdem bekommt man die Möglichkeit, von tollen und erfahrenen Musikern zu lernen und mit vielen verschiedenen Leuten Musik zu machen. Es ergeben sich berufliche und freundschaftliche Kontakte, die zusammen mit dem musikalischen Know-How im Endeffekt das Kapital eines jeden Musikers sind. Man bekommt im Studium einen Überblick, was es alles so gibt und erkennt im besten Fall, worin man sich wiederfindet, womit man sich intensiver beschäftigen will und vielleicht auch, was man nicht mag. Eine Menge Handwerkszeug wird einem da mit auf den Weg gegeben - was draus machen muss man selbst. Es ist doch so wie bei allem: Wenn man die Chance bekommt, zu einem interessanten Thema von erfahrenen Leuten zu lernen, dann sollte man sie nutzen.

 Man lärmt schließlich fürs Leben, nicht für die Schule!

Versucht doch mal in Worte zu fassen, was Schlagzeugspielen ausmacht? Dass jeder, der dieses Instrument eine Weile gespielt hat, eine Faszination dafür verspürt, die sich eben nicht in Worte fassen lässt. Wie soll man das in Worte fassen? Da werden Urinstinkte geweckt! Nein, mal ehrlich, das ist genauso wie wenn man beschreiben müsste, was man an Sex faszinierend findet. Wer die Antwort wissen will, muss es selbst ausprobieren! 



Ihr habt ja alle drei einen ganz unterschiedlichen Background... Wir kommen alle aus unterschiedlichen Musikrichtungen. Aber die meisten Musiker haben eins gemein, nämlich dass sie von Kind auf die Ohren aufgesperrt haben und von Musik begeistert sind. Es gibt viele Musikrichtungen, die man als Kind oder Jugendlicher toll fand, die man heute jedoch langweilig oder blöd fände. Da die ganzen Songs aber auch gleichzeitig Erinnerungen gespeichert haben, kann man diese heute auch nicht mehr mit Abstand betrachten. Also, schäme dich nie für die Musik, die du mal irgendwann gut fandest! Aber natürlich entwickelt man sich weiter und das Greifbarste an dieser Entwicklung ist vielleicht die Fähigkeit, komplexere Musik entschlüsseln zu können. Es geht eigentlich doch immer nur darum, Emotionen zu transportieren. Das kann völlig simple und leicht zugängliche Musik schaffen und genauso kann es auch komplizierte und nicht so aufgeschlossene Musik. Mit etwas Übung merkt man relativ schnell, ob wirklich etwas drinsteckt, oder ob da nur jemand versucht, ein Rezept anzuwenden, das er eigentlich gar nicht kapiert. Das gilt für Popmusik, Jazz oder Avantgarde gleichermaßen. Und schau mal, mit dem Schlagzeugspielen ist es doch wieder genau dasselbe – wenn es nicht groovt, dann stimmt was nicht. Musik berührt das Gemüt. Die Show und die Spiel-Technik sind lediglich ein Transportmittel.

Gibt es Drummer, die Ihr als besondere Einflüsse nennen würdet? Streetdrumming im Allgemeinen, Gene Krupa, Steve Gadd, Stanton Moore und viele mehr. Jeder Drummer, der sich mit der Materie beschäftigt, trägt in sich eine selbstständige Summe aus dem, was er gehört, geübt und ausprobiert hat. Außerdem sind wir uns wohl einig, dass wir immer wieder von einzelnen Musikern oder Bands, die einfach Spaß an der Sache haben, mitgerissen und somit auch beeinflusst werden. Leidenschaft setzt Energie frei und überträgt sich auf den Zuschauer! 

Woran arbeitet Ihr derzeit? Wir üben und arbeiten eigentlich ausschließlich an den Stücken für unser laufendes Projekt „Schlagzeilen 2013“. Statt eine weitere DVD zu produzieren, die uns als nächster Schritt schlichtweg zu eng erschien, haben wir beschlossen, ein einjähriges Kulturprojekt daraus zu machen, das viel mehr Bereiche abdeckt als es eine DVD gekonnt hätte. Jeden Monat könnt ihr eine brandneue Produktion von uns im Netz finden. So haben wir statt nur einer eben zwölf Bestandsaufnahmen, die über das Jahr 2013 verteilt sind, und uns den Freiraum geben, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Dabei machen wir alles in Eigenregie und Eigenproduktion. Das Ganze ist wirklich umfangreich und so eine Playmobeat-Komposition bedeutet für uns schon mal drei Monate Entwicklungszeit. Der Proberaum ist unser zweites Zuhause.



Habt Ihr vielleicht eine besondere Übeempfehlung für interessierte Drummer? In der Rubrik "Wissen" auf unserer Seite www.playmobeat.de (www.playmobeat.de/wissen) finden sich Workshops zu unseren Stücken. Wir werden immer mal wieder nach Noten zu unseren Kompositionen gefragt und haben beschlossen, auf diese Weise Einblick in unsere Stücke bzw. einzelne Parts davon zu geben, zu zeigen, wie diese entstanden sind und wie sie geübt werden können. Die Videos kann man sich auf der Website oder auf Youtube kostenlos anschauen. Die Seite befindet sich gerade im Aufbau und es kommt dauernd neues Material auf die „Workshop-Liste“. Lärmen lernen mit Playmobeat!

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... erstellt Ihr das Playmobeat-Gesamtpaket Kompositionen, Videos etc. "selfmade"? Wir verbringen viel Zeit am Schlagzeug, wobei dies eher den Ausgleich zum ganzen Drumherum schafft. Die meiste Arbeit steckt für uns nicht in der Musik selbst, sondern z.B. in Filmschnitt, Tonbearbeitung, Drehbuch, Requisite, Website, Merchandise, Booking...man kann es sich vorstellen. 
Das sind alles Dinge, die wir gerade erst lernen und die sich gerne auch mal wie „Arbeit“ anfühlen. Die letzte DVD haben wir mit einem ganzen Team aus Tontechnikern und Kameraleuten gestemmt - die Entscheidung, diesmal alles alleine durchzuziehen, lastet jetzt zwar auf unseren Schultern, lässt uns aber gleichzeitig höher fliegen denn je.



Wie kam's zum Playmobeat Urknall? Chris hatte schon lange vor Playmobeat die Idee, ein Trio ausschließlich mit Drummern zu gründen. Andi und Chris kennen sich noch aus der alten Heimat und trafen sich nach langer Zeit zufällig in einem Berliner Proberaum. Ohne viel zu reden setzten sie sich an zwei Drumsets und hatten einen Heidenspaß dabei, zusammen zu spielen. Nach kurzer Zeit erfolgte die Feststellung, dass man zu zweit ein unglaubwürdiges Trio ist und der ursprüngliche Plan zur Vollendung noch eine Person benötigte. David und Chris hatten zusammen bei der Blueman-Group getrommelt, also wurde David in einem günstigen Moment dazu gezwungen, einen unbefristeten Playmobeat-Vertrag zu unterzeichnen. Ja, so war das. Und nun kommt da keiner von uns mehr raus.



Worin unterscheidet sich Playmobeat von euren anderen Projekten? Der Sänger kommt nicht zu spät und man ist auch nicht sauer auf ihn, weil er sich vorm Auf- bzw. Abbauen gedrückt hat. Außerdem findet keiner, dass das Schlagzeug zu laut ist. 

Wie geht Ihr an die Playmobeat-Kompositionen ran? Normalerweise läuft das so: Einer von uns hat 'ne Idee, z.B. einen Groove, einen Rhythmus, ein Sticking, einen Sound. Dann lassen wir der Inspiration freien Lauf. Wir entwickeln unsere Songs oftmals so, wie man auch einen Popsong entwickeln würde: Groove/Harmonie/Melodie/Hookline. Und dann kommt natürlich die Form: Intro-Strophe-Refrain-Zwischenteil usw.. Da wir alle das gleiche Instrument spielen, muss man sehr gut hinhören und ausprobieren, welche Sounds jeweils die Harmonie oder die Melodie bilden. Unsere Stücke entstehen zwar aus improvisierten Jams, am Ende sind aber doch 90% eines Songs festgelegt. Die Improvisation ist uns wichtig, um jedoch die Ohren der Zuhörer wirklich immer mit dabei zu haben, halten wir an Ideen fest, die uns gefallen. Einen Bandleader gibt es nicht. Allenfalls einen Aktionsleader – wenn sich einer von uns mehr als die Anderen mit einer Idee oder einer Aufgabe auseinandergesetzt hat, übernimmt er natürlich in diesem Augenblick die Führung. Es gab auch schon Momente, in denen wir alle drei den Cue geben wollten und deshalb alles im Chaos endete. Als Drummer ist man es eben gewohnt, der Band zu zeigen, wo es lang geht - eine Sache, die wir bei Playmobeat gut verteilen müssen. Jeder darf mal das Zeichen zum Angriff geben!



Ihr spielt auch oft vor „Drummerpublikum“... habt Ihr da Unterschiede festgestellt zu einem Publikum, das eben nicht "vom Fach" ist? Es gibt gewisse „schlagzeugerische“ Elemente, die nur ein Fachpublikum verstehen kann und die man deshalb auch nur vor Drummern zum Besten gibt. Das bringt natürlich mit sich, dass man sich auch mehr ärgert, wenn etwas nicht funktioniert, weil man das Gefühl hat, da sind Leute, die was davon verstehen. Wir lernen aber immer mehr, auch Schlagzeuger als Menschen zu behandeln und auf einem Drummerfestival nicht unnötig Zeug abzudrücken, das eigentlich niemand hören möchte. Es geht uns um den Spaß und um Musik. Die Drum-Polizei bestechen wir immer schon im Vorfeld – dafür gibt es eine extra Bandkasse.

Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet ;-) ? Sechs Roadies, die immer und überall voll Bock haben, unser Zeug zu schleppen.



Wo bekommt man eure DVD? Unsere DVD „Transit“, die wir 2010 im Berliner Funkhaus aufgenommen haben, ist beim Artist Ahead Verlag erschienen und kann für 15,95€ direkt über www.artist-ahead.de oder über Amazon bestellt werden. Ein gelungenes Erstlingswerk. Das kalte Wasser, in das wir da gesprungen sind, tat uns gut - wer die DVD schon gesehen hat, weiß, was mit „positiv Mitfrösteln“ gemeint ist.


2013: Jeden Monat ein neues Playmobeat Video auf YouTube! 


Gear Talk



Jeder von uns dreien spielt bei Playobeat wahlweise auf einem großen Drumset, mit allem, was man sich so wünscht, oder einem kleinen Bass-Snare-Kit. Wir versuchen in erster Linie, alles aus den Sets rauszuholen, was soundmäßig möglich ist. Natürlich benutzen wir auch jede Menge zusätzliche Sounds, z.B. Spoxe (Roto-Tom-Untergestelle), Espresso-Dosen, Tambourine, Klangschalen, Metalltablette, Plastiktüten, verschiedene Sticks, Luft, Megaphone, etc. Wir probieren vieles aus und am Ende entscheidet das Ohr und der Gedanke, dass wir bei den Live-Konzerten nicht noch einen weiteren LKW mit Equipment beladen wollen.



Welchen Stellenwert hat bei Euch das Drum-Equipment? Ist schön, wenn was dasteht. 
Nee, mal im Ernst, das Equipment ist schon sehr wichtig. Man sollte seine Lieblingssounds aus einer Trommel und einem Becken rausholen können. Je mehr ein Set von Grund auf in deine Richtung ausgelegt ist, desto einfacher ist es, das zu hören zu kriegen, was dir gefällt. Man kann mit jedem Set weit kommen, aber jeder Musiker kennt das Gefühl, wenn ein Instrument sofort inspirierend wirkt. Wir haben unsere Marken gefunden!



Wie stimmt Ihr? Wir versuchen, möglichst unterschiedlich zu klingen und das muss über Spielweise und Stimmung passieren, da wir die gleichen Sets spielen. Wir benutzen unterschiedliche Felle: David spielt Emperor-, Chris spielt Ambassador- und Andi spielt Renaissance-Felle. Dadurch bekommen die Trommeln jeweils einen anderen Charakter. Als Reso-Felle benutzen wir alle Diplomat. Außerdem bevorzugt jeder eine andere Gesamtstimmung. Am Einfachsten lässt sich das an den klassischen Chor-Registern veranschaulichen: Bass, Bariton und Tenor. Wenn beispielsweise ein Set eher die tiefen Frequenzen bedient, ist dieser Bereich schon mal zu einem guten Stück abgedeckt und ein anderes Set darf ruhig in höheren „Melodie-Frequenzen“ gestimmt sein. Das mischt sich bei uns recht gut. Zusammen haben wir einen enormen Tonumfang, ohne dass sich einer dabei unwohl fühlen muss, weil ihm was fehlt. Ein Beispiel, damit man sich das vorstellen kann: Jeder von uns spielt einen Woodblock und natürlich klingt jeder Woodblock anders. So halten wir es mit der Stimmung aller unserer Instrumente. Hier kommt uns unser unterschiedlicher Background mit den jeweiligen Sound-Präferenzen zugute: Jazz, Metal, Rock. Die jeweilige Stimmung eines Sets in sich wird zudem durch einige „Feature-Parts“ in den Stücken festgelegt. So muss Chris beispielsweise die Posaunen-Melodie des Stückes „Sing Sing Sing“, das wir in „Krupas Gene“ anschneiden, imitieren können. Die Tonabstände seiner Trommeln müssen also einigermaßen passen. Wir achten darauf, dass unsere Snares und Bassdrums verschiedene Tonhöhen haben, aber auch das erledigt sich durch unsere verschiedenen Vorlieben fast von selbst. Das Wichtigste ist, dass jeder Part differenziert zu hören ist! Da kommt auch schon mal ein Stückchen Gaffa-Tape zum Einsatz.



Beschreibt doch mal Euren Set-Aufbau? Wenn möglich, spielen wir inmitten des Publikums, damit die Zuschauer ganz nah am Geschehen sind und auch von allen Seiten einen Einblick bekommen können. Die Sets sind sternförmig zueinander ausgerichtet. Auf diese Weise sehen wir uns die ganze Zeit und können ideal kommunizieren. Auf großen Bühnen brechen wir diese Formation auf und der Stern wird zum U. Neben der Kommunikation bringt diese Aufstellung die bestmögliche Mischung unserer drei Sets.Für die Abnahme mit Mikrofonen genügt ein minimales Setup: Jeder bekommt ein Overhead und in der Mitte liegt eine Grenzfläche - das spiegelt unseren akustischen Sound am ehesten wieder. Unkompliziert ist es dazu auch noch.

Ein abschließender Satz... Tu, was du liebst und das so oft und so laut wie möglich!


Equipment

Wir sind Endorser bei Ice-Stix, Paiste und Yamaha. 

Drums: Yamaha-Drums. Klingen toll und lassen sich extrem gut bedienen.

Sticks: Unsere eigenen „Playmobeat-Stereostix“ von Ice-Stix. Endlich weiß jeder Schlagzeuger, wo rechts und wo links ist. Die gibt's übrigens auch zu kaufen. 

Hardware: Yamaha. Die perfekte Mechanik. Unschlagbar! 

Cymbals: Paiste. Große Soundpalette in toller Qualität. Ein Genuss fürs Ohr.

Felle: Remo – Ambassador (schön offen), Emperor (schön fett), Renaissance (schön warm)

Technik: Ohne Technik hält man das nicht durch.

Chris Heiny - Equipment:

YAMAHA Maple Custom Absolute Series - in Luminous White Sparkle:
- 10"x7"/12"x8" Hänge-Toms
- 14"x13"/16"x15" Stand-Toms
- 14"x5,5" Steel Snare
- 22"x18" Bassdrum
- YAMAHA Hardware
- 6"x16"/6"x18" Kirchhoff Octobans aus Acryl
- LP Cowbell, LP Jam Block, 2x LP Tambourin, Cajon Remote von Schlagwerk, LP Mini Timbales, LP 8" Micro Snare, 10" Spoxe von Remo

PAISTE Becken:
- 22" Ride - Dark Energy Mark II
- 20" Medium Light Swish -Traditionals
- 17"/18"/19" Crash –Dark Energy
- 14" HiHat - Dark Energy Mark I
- 10" Splash - Dark Energy Mark I

Steh-Set: 
YAMAHA 18"x15" Bassdrum Stage Custom - in Raven Black, 
13"x6,5" Musashi Snare

David Pätsch - Equipment:

YAMAHA Maple Custom Absolute Series - in Luminous White Sparkle 
- 10"x7"/12"x8" Hänge-Toms
- 14"x13"/16"x15" Stand-Toms
- 14"x5,5" Brass Snare
- 22"x18" Bassdrum
- YAMAHA Hardware

PAISTE Becken:
- 16"/18"/19" Full Crash - Signature
- 14" Dark Crisp HiHat -Signature
- 20" Medium Ride - Twenty Custom
- 18" Heavy China - Twenty Custom

Sounds: 
- 5"/6"/7" Cup Chimes
- 6" Bell Chime
- 14" Flanger Bell
- LP 10" Micro Snare, Meinl Kenny Aronoff Cowbell, Rhythm Tech Monkey, Remo Spoxe als HiHat 
Steh Set:

YAMAHA 16"x15" Bassdrum Stage Custom - in Raven Black, 12"x5" Musashi 

Andi Bühler - Equipment:

YAMAHA Maple Custom Absolute Series- in Luminous White Sparkle
- 8"x7"/10"x 7" Hänge-Toms
- 14"x13"/16"x15" Stand-Toms
- 14"x5" Alu Snare
- 20"x18" Bass Drum
- YAMAHA Hardware
- 6"x12" /6"x14" Kirchhoff Octobans aus Acryl
- Cowbells, Woodblocks, Jinglesticks, viel Zeug...
- Jingle-Pedal/Cowbellpedal

PAISTE Becken:
- 20" Ride - Giant Beat
- 20" Sweet Ride - Twenty
- 18" Crash - 602
- 17" Crash - Twenty
- 14" Hihat - Rude
- 8" Splash - Dark Energy Mark I/Twenty
- 10" Splash - Twenty

Steh-Set: 
YAMAHA 20"x18" Bassdrum Stage Custom - in Raven Black, 10"x 4,75" Musashi Snare

Andi, David, Chris... danke für das Interview! 


Ständig wechselnde Nachrichten, Infos, Termine, Videos und Workshops rund um unser Lieblingsinstrument.  Eine großartige Plattform von Schlagzeugern für Schlagzeuger und alle, die es niemals werden wollen!





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